Montag, 8. August 2011

Religionsfrieden, nicht nur ein Wunsch...

Das "Hohe Friedensfest" beschert uns Augsburgern einen Feiertag mehr. Weshalb bekommen wir nun einen Tag mehr als alle anderen, die am heutigen Montag arbeiten müssen. Wer googelt kann viel darüber lesen und erfahren. Aus dem einstigen Friedensfest der Protestanten: Sie feierten seit 1650, dass der Westfälische Friede (1648) sie nun zu gleichberechtigten Christen machte, begehen heute, die evangelischen und katholischen Gläubigen den Tag gemeinsam.
Das Augsburger Friedensbild 2011 hat eine 12-jährige Schülerin gemalt. Dieses schöne Bild ziert nun nicht nur das Begleitheft zum Augsburger Friedensfest und die hübschen, grünen T-Shirts der Konfirmanden und Konfirmandinnen.
Ein Baumgeäst mit den Worten: Freude, Frieden, Ruhe, Freunde dazu ein Vogelnest an der äußersten Spitze des Baumes, zerbrechlich und filigran...
Nicht nur dies, es schmückt mit dem Bibelvers: "Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch" (Johannes 14,27) die Friedensglocke, die heute von einem Pferdefuhrwerk durch die Stadt gezogen und festlich, vor der Augsburger St. Anna Kirche geweiht wurde. Zu Weihnachten, wird sie mit den drei weiteren Glocken zum ersten Mal geläutet. Die Glocken haben Namen "Glaube", "Hoffnung", "Liebe" und hinzu kommt nun, die neue Glocke mit dem Namen "Friede".
Dazu gab es passend für die Augsburger Bürger "LaugenGlocken"
Viele BürgerInnen haben in ihrer historischen Tracht am Umzug teilgenommen. Von St. Ulrich zur Heilig-Kreuz-Kirche mit ökumenischem Festgottesdienst (Europäische Friedenskirche) bis zum Platz der Einsegnung, der neuen Glocke vor der Augsburger St. Annakirche.
Es regnete nicht, die Sonne blinzelte ab und zu zwischen den Wolken hindurch. Zur Augsburger Friedenstafel auf dem Rathausplatz waren alle willkommen. Jeder brachte etwas zu essen mit und teilte es seinem Nachbarn. Die Vielfalt der Speisen sollte zeigen, wie vielfältig Augsburg ist. Viele Menschen hier haben Migrationhintergrund. Weitgehend friedlich lebt es sich hier auf historischem Boden.
So war und ist heute vieles geboten. So soll doch jeder nach seinen Vorstellungen diesen Tag begehen, mitfeiern, oder shoppen gleich nebenan, faulenzen und einfach mal alle Viere grade sein lassen oder mit der Familie in den Zoo zu gehen. Denn dort begann ab 13 Uhr das Kinderfriedensfest, mit vielen Veranstaltungen rund um den Frieden.
Da schließe ich mich doch ganz dem Wunsch eines kleinen Augsburger Schülers an, der mit den Worten
"er möchte einfach in Frieden mit allen leben können" seinen kurzen Vortrag beendet hat.
Einen friedlichen Feierabend, ulrike-kristin

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen