Freitag, 30. Dezember 2011

Acht mal schwarzer Kater...


für uns gibt es nur EINEN einzigARTigen Kater und das ist unser Mo....
Wenn einer den Überblick und Durchblick in meinem Arbeitszimmer hat, dann ist er es. Er liebt es, sich zwischen all den Raritäten, auf samtpfötchens Sohlen, sich vorsichtig hindurch zu schlängeln. Ein besonderes Ruheplätzchen hat er sich auserkoren, er schläft in einem Maxibriefkarton ausgekleidet mit Raschelseidenpapier in PINK. Das knistert soooooooooooo schön, mag er richtig gerne. Unser Weihnachtsbaum steht dieses Mal noch aufrecht, die Kater haben es kapiert und ihn, noch nicht umgeschmissen, so wie letztes Weihnachtsfest. Sein Bruder Willy ist ein Fremdgänger, jeden Tag besucht er die Nachbarstochter und hält seinen Nachmittagsschlaf auf deren Bettchen, er hat die Erlaubnis dazu. Noch einen geruhsamen Freitagnachmittag, geruhsam ist er ja selten, bevor morgen der letzte Tag des Jahres ansteht.

Ein paar Schneeflöckchen tänzeln heute zwischendurch vom graublauen Himmel, frohe Abendstunden für Euch, ulrike-kristin

Sonntag, 25. Dezember 2011

Schöne Amarillis,...





sie hat mein Herz erobert, ohne viel Worte.




Eine liebe Weihnachtsüberraschung, genau im richtigen Moment. Danke... 

Ich steh an deiner Krippe hier...


Paul Gerhardt, 1653

Ich steh an deiner Krippe hier,
O Jesu du mein Leben,
Ich komme, bring und schenke dir,
Was du mir hast gegeben,
Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn,
Herz, Seel und Mut, nimm alles hin,
Und laß dir´s wohlgefallen
(Vers 1)


Wunderschöne, friedvolle Weihnachtstage, von Herzen ulrike-kristin

Dienstag, 20. Dezember 2011

Kaufrausch und bittere Armut...

Keine Fotos, die Lust zum Photographieren wollte sich heute nicht einstellen. Der Photo ist in  der Tasche geblieben. Ein schöner Tag in München, für uns, meinem Mann und mich. Zur jährlichen Weihnachtfeier waren wir eingeladen. Dies haben wir mit verschiedenen Weihnachtseinkäufen verbunden, in einem Kaufrausch sind wir trotzdem nicht verfallen, dies wäre auch nicht unser Ding. Trotzdem, ein paar liebevoll ausgewählte Kleinigkeiten sollten es sein. So sind wir erstmal zum Marienplatz gebummelt und haben uns, mit einem heißen, wundervoll duftenden Glühwein eingestimmt. Den konnten wir uns mit ruhigen Gewissen genehmigen, da das Auto in der Garage geblieben ist und die Bahn uns sicher nach München gebracht hat. So und da standen wir nun, mit unserem wohl schmeckendenTrunk in der Hand, am beschaulichen Weihnachtsmarkt vor dem festlich geschmückten, prächtigen Rathaus. Geschneit hatte es, alles war stimmig, nur das Bild des Bettler auf ein paar durchweichten Zeitungen am Boden, passte so überhaupt nicht ins heimelige Bild.  Die nächste Station war in Münchens bekannten Feinkostladen, in dem so alle Köstlichkeiten zu erhalten sind. Wenn, das nötige Kleingeld in der Tasche ist, kann man den dargeboten Gaumenfreuden kaum widerstehen.  Vor all´ dem wundervollen, reichhaltigem Angebot konnte ich mich kaum entscheiden, etwas für meine Lieben auszuwählen. Meinem Mann wurde das Gedränge vor den Regalen einfach zu viel, so dass er sich brav in  eine Ecke gestellt hat und sich voll, auf meine Auswahl der Köstlichkeiten verlassen hat. Da stand ich nun im Gedränge der Leute, die all noch schnell etwas Leckeres ergattern mussten. Da machte ich keine Ausnahme, Mensch an Mensch, jeder die Hände voll mit schönen Nascherein, warteten wir geduldig bis wir an der Kasse bezahlen durften. Die Zeit wurde knapp, pünktlich wollten wir zur Weihnachtfeier, so dass wir ein paar Stationen mit der U-Bahn fahren mussten. Wieder dichtgedrängt, die Rolltreppe hinab, mein Blick ging nach oben und siehe da, wenig Beschauliches gab es zu sehen. Müll und Dreck lagen zu Hauff auf einer Rampe, viele machen sich keine Mühe mehr, ihre ausgetrunkenen Becher oder Pappteller in die aufgestellten Mülleimer zu entsorgen. In netter Runde haben wir gefeiert, fein gegessen und miteinander den Nachmittag verbracht. Nicht allzulange ist es her, da kam im Fernsehen ein Bericht über Menschen, die im Müllkörben und Container nach leeren Flaschen suchen, diese sammeln und von diesem Geld ihr schmales Bukette aufbessern. Schon dunkel war es als wir uns auf den Weg, durch heftiges Schneetreiben, zum Bahnhof machten. Vor mir eine Frau so um die Dreißig, kann nicht sagen, dass sie schlecht gekleidet war. Um so mehr war ich erstaunt, die Ampel war auf Rot für die Fußgänger und wie es so ist, war ein großer Müllkorb mit grauer Folie ausgekleidet, seitlich angebracht.  Die Frau zog einen Handschuh aus, griff tief mit der Hand in den Müll und zog eine halb ausgetrunkene Fruchtsaftflasche hervor. Damit nicht genug, nochmals ging die Hand in den Müll und hervor kam ein Becher vom Chinesen mit Nudeln und Hühnchen. Dieser war noch zu einem Drittel gefüllt, dann hat sie ihre Tasche geöffnet und in ihr, das im Abfall gefundene Abendbrot verstaut. Die Ampel schaltete inzwischen auf Grün und weiter gings zum Bahnhof. Das hat mich schon sehr betroffen gemacht. So viel zu unserer Wohlstandsgesellschaft, viele können nicht, im Entferntesten, daran teilhaben.

So richtig erfreuen kann mich heute nichts mehr. Habt eine gute Nacht, ulrike-kristin

Nach all´ dem Lichterglanz kam der Abschied...


An den vier Adventswochenenden haben sich alle auf´s Feinste herausgeputzt, das Schloss zeigte seine Pracht, all´ überall funkelte und glitzerte es. Veranstalter und Aussteller hatten keine Mühen gescheut, um den Besuchern etwas Besonderes zu bieten und ihnen damit, ein paar frohe Stunden bereitet. 



Und siehe da, am vierten Wochenende hatte Frau Holle ein Einsehen mit uns, gaaaanz zaghaft wurden von ihr, die  Betten  ausgeschüttelt und wie mit Puderzucker überzogen, waren Wald und Flur. Ein Hauch von Winter und ein wahrlich, zauberhafter Anblick für uns alle.


Flugs, ist der Nikolaus mit seiner Engelschar nochmals durch alle Räume gehuscht. Die Schneeflocken tänzelten durch die Nacht, die Besucher wurden so nach und nach weniger, als es dann wieder richtig hektisch wurde im Schloss. Nun hieß es, den Stand abzubauen, zusammenpacken, schließlich wollten alle, möglichst bald nach Hause.  Bei uns dauert es immer etwas länger, bis alles in den Kisten und Schachteln verstaut ist. So haben wir unsere Requisiten schön zusammmengestellt und alles im Raum stehen lassen. Nicht so spät wollten wir bei diesem Schneetreiben und den glatten Straßen nach Hause fahren. Ja, wir sind sicher daheim angekommen und konnten den Abend beschaulich bei einem Glas Wein ausklingen lassen. Ein Hauch von Wehmut stellt sich nach diesen vier Wochenenden ein. Man kennt sich, verträgt sich gut und kann miteinander und dies ist schön.


Den Rest der Kisten und der Dekoration haben wir am nächsten Vormittag abgeholt. Die Ausstellungsräume haben sich wieder so nach und nach in Gäste- und Hochzeitszimmer verwandelt. 





Zum Abschied, Auge um Auge, Zahn um Zahn, intensiver Blickkontakt mit einem jungen Rehbock.
 Tschüss und bis zum nächsten Jahr.

Montag, 12. Dezember 2011

Was hab´ ich alles gesammelt, als Kleine...

Mit besonderer Hingabe habe ich Schnecken gesammelt, im gehäkelten Beutel von meiner Omi. Zu Hause wurden, die Schnecken dann aufgestellt, für das Schneckenrennen. Vielen Kindern war das echt zu langweilig, ich hatte Geduld. Dann, das Sammeln von Mandarinenpapier. Früher waren, die kleinen Früchte in seidigen Papierchen, mit schönem Aufdruck, eingewickelt. Es gab eine richtige "Tauschbörse" unter uns Mädchen. So und dann, die edlen Pralinefolien, die hatten es mir sehr angetan. Kreativ war ich schon immer, so stand ich auf diese runden Metallblätter. Eine Pralinenschachtel birgt ja zumeist, nicht nur einen wunderbaren Anblick sondern  leckere, tolle Naschereien, ist sie mal geöffnet. Das Naschen war nun nicht das Wichtigste für mich, denn ich stand und stehe auf "Käsegebäck" aber! welche Pralinen waren in glitzernde Folien eingewickelt. Die Spitztüten waren mit Abstand, die Schönsten!!! Mein Bruder, war im vernaschen dieser Schokotüten, ein wahrer Meister. Die Papierchen haben ihn, Gott sei´s gedankt" nicht interessiert.

So haben wir heute, die Geburtstags-Pralinenschachtel von Julian geöffnet und siehe da, in dieser  fanden sich einige von diesen zauberhaft aussehenden und zudem leckeren Spitztütenschokoladen. Zeig´ ich Euch mal, was ich schon als Kind draus gezaubert habe.



SpitztütenPralinen auswickelt und die Schokolade vernaschen...



Übrig bleiben, die runden Metallfolien, diese mit den Fingern glatt streichen...


Die schönen Spitzen lassen sich am Besten über einem gespitzten Bleistift arbeiten, in dem die Folie über die Spitze geformt wird. Eine Seite bis zur Mitte und dann wird, die andere über die bereits angefange Spitze gearbeitet. Mit den Fingern, die Spitze ein bisschen nachformen.



Hier habe ich einmal, die rote Seite und einmal, die silberne Seite zu Grunde gelegt...


Mit etwas Kleber, die beiden Sterne aufeinander setzen und mit dem Finger festdrücken.


Eine rote Kerze in die Mitte und fertig ist der kleine, hübsche adventliche SternenKerzenStänder.



Diese Kerzenständer oder Sterne lassen sich schon mit kleinen Kindern basteln. Eine frohe Adventwoche wünsche ich Euch.

Montag, 5. Dezember 2011

Lichtspielereien zum 2. Advent...


Genau unter diesem traumhaften Kronleuchter liegen sie, meine Viktorianischen Arbeiten. In diesem schönem Raum, auf Schloss Neuburg an der Kammel (Weihnachtsmarkt) habe ich meinen Stand, wie immer ein traumhaftes Ambiente.



Dieser Tisch lädt zum Feiern ein, das haben wir zu später Stunde dann auch. Den 60. Geburtstag unseres genialen Soul-Musikers, der mit seiner Musik viele, viele Veranstaltungen und Feste bereichert. Nun konnten wir ihm ein Ständchen bringen und ihn hochleben lassen. Mach weiter lieber "HARY" ja du hältst uns, mit deiner Musik, jung und gibst uns Schwung... Danke, Danke, Danke...


Durch diesen leuchtenden Bogen werden sie kommen, die Gäste natürlich...



Dies ist nun nicht London um 1945 und wir haben uns nicht zu "GASLIGHT" verirrt, nein das gibt es auch bei uns. Durch die Altstadt, zu später Stunde, leuchteten uns diese Gaslaternen nach Hause.






 
Und diese Laterne, verwunschen im Geäst an der Stadtmauer, finde ich besonders romantisch und schön.

Ja, ein bisschen Stress gehörte auch dazu, liebe, nette Menschen, tolle Musik, Tanz und Wein, all das haben wir an diesem 2. Advent genießen dürfen.

Morgen kommt er nun, der gute Nikolaus, vielleicht hat er ein paar nette Kleinigkeiten für Groß und Klein in seinem Sack.

Habt vor allen Dingen, eine schöne, gute Woche,  ulrike-kristin 

Samstag, 3. Dezember 2011

Advent, Advent, schon bald das zweite Lichtlein ...

brennt, oh ja, auch bei uns weihnachtet es schon ein bisschen.


Und dieses mal in pink/violett mit Hirsch und Rehlein und mit soooooooooooo einem alten Puppenstubenweihnachtsbäumchen. Wo hast du denn den rausgezogen, war die Frage unseres Sohns und überhaupt wieso denn pink/lila und diese Tierchen? Na ja, Waldweihnacht, war da so mein Gedanke und pink/lila finde ich absolut schöööööööööööööööön. Das alte Christbäumchen zierte schon die Puppenstube meiner Uroma, gerade deshalb darf es unser Adventskränzchen schmücken. Schaut mal genau hin, hinten lugt die Christbaumspitze hervor, mit einer güldenen, kleinen Kugel.



Nun hängen sie wieder, die weihnachtlichen Kleinigkeiten aus vergangenen Tagen und so manches, natürlich auch von heute. Sie schmücken unseren nostalgischen Leuchter. Jedesmal wenn mein Mann von seinem Stuhl aufsteht, rasselt mit seinem Kopf gegen eines, des schnuckeligen Weihnachtsklimbim. Das muss er nun, bis nach Drei Könige, ertragen. Dann wird alles wieder in die Schachteln verpackt, im Keller aufbewahrt und wartet wieder auf den großen Auftritt, im nächsten Jahr, zur Weihnachtszeit.




Der hübsche Zeppelin und der Fliegenpilz schmückten schon den Weihnachtsbaum meiner UrUrgroßeltern, hat vieles überstanden und wird von Generation zu Generation weitergereicht.




Habt einen schönen, zweiten Advent, wir sind wieder im Schloss  von Neuburg an der Kammel, so wie es aussieht bei strahlendem Sonnenschein. Nächste Woche soll es nun etwas kälter werden und vielleicht hat der Nikolaus ein paar Schneeflocken, von Frau Holle, mit in seinem Sack.

Eine schöne vorweihnachtliche Zeit, eure ulrike-kristin

Samstag, 12. November 2011

Pfannenkuchen...

Wie oftmals am Samstag, gab es heute ein einfaches Gericht zu Mittag und dies, erst so gegen halb Drei. Das hat schon Tradition, spät aufstehen, spät frühstücken, wieder etwas aufräumen, einkaufen und die sonstigen Samstagsgeschichten. Meist gibt es eine Suppe oder eben, was Schnelles und Einfaches. Meine Familie gelüstete es nach leckeren PFAAAANNEEEEKUCHEN, also stand ich mal wieder in der Küche, denn auch diese Mehlspeise will gekonnt sein. Die Pfannkuchen waren ratzfatz schnell gegessen, so dass ich grad noch Einen abbekommen habe.


Was könnt ihr hier erkennen und wie könnte es auch anders sein. Aus dem letzten Rest vom Schützenfest, ist dieses barocke Kleidchen entstanden. Fast wie Bleigießen zu Silvester, das hat man ja nicht in der Hand, was da Interessantes dabei rauskommt.


Ich hätte es schöner dekorieren können, mit Puderzucker und so weiter. Aber es war so knusprig und lecker, dass ich es ruckzuck aufgegessen habe, allerdings nicht bevor ich diese Fotos geschossen habe.

Nun bin ich schon wieder auf dem Sprung zur Ausstellung STERNENLICHT in der Altstadt, um 19 Uhr soll ich da sein, na ja...

Vielerorts sind heute St. Martin Umzüge, an diese Zeit erinnere ich mich gerne, heute sind die Kinder erwachsen und Enkelkinder sind noch keine da.

Einen wundervollen, lichten Samstagabend, egal wie oder wo ihr ihn verbringt, macht es Euch gemütlich ulrike-kristin

Montag, 31. Oktober 2011

Samhain - Ahnenfest

Samhain

Ich wandere
Durch graue Tage
Begleitet nur
Von dürrem Geäst
Auf meiner Reise
Ins Land ohne Zeit

Die Herrin der Dunkelheit
Verschlingt die Welt
Groß ist ihr Hunger
Er öffnet die Tore
Zwischen Gezeiten
Läßt Schwärze zurück

Fahle Schatten
Und kalter Stein
Und Dazwischen
Ein Pfad ins Nirgendwo
Jenseits von Wachen
Und Traum

Gestalt oder Nebel
Streckt zögernd die Arme
Hör ich helles Lachen,
Hör Nachtvogels Schrei
Dann zittert die Erde
Und ich trete ein


Gedicht zum Ahnenfest aus
GÖTTINNEN  FESTE  ERDENKRÄFTE
uta holunder sprenger


Schon seit einigen Jahren feiern wir im Kreise netter Freunden "Halloween" dieses Jahr sollte es nicht sein. Unsere Lehrerfreunde sind in die Herbstferien, unsere Archäologen besuchen den Sohn in Cornwall, der zu einem Auslandsemester dort verweilt und die Jugend feiert diesmal so ganz nach ihren Vorstellungen. So sind wir heute zu Zweit und somit nicht allein,  machen es uns gemütlich  mit leckeren Zwiebelkuchen und einer Federweißen. In unserem Garten habe ich einige Windlichter aufgestellt, damit in das Dunkel der Nacht, das Kerzenlicht erstrahlt.

Für alle, die sich heute zu einem fröhlichen Halloween Fest zusammen finden ein gutes, geselliges Zusammensein und für die, die es ruhiger angehen, Zeit und Muße um sich der ganz besonderen Atmosphäre der Dunkelheit, der Stille und der Gedanken an die eigene Vergänglichkeit zu Samhain, Allerheiligen und Allerseelen hinzugeben.

Habt es gut in dieser nebelverhangenen jedoch farbenprächtigen Zeit, ulrike-kristin

Samstag, 29. Oktober 2011

Alt München, quer per Tram und zu Fuss

Um 13 Uhr ging, die Nachmittagstour mit Treff beim "Brunnenbuberl" am Karlstor weiter. Die Stadtführerin wusste vieles zu erzählen über das "Alte München"
Eines der ältesten Handelshäuser, das Kaufhaus "Oberpolinger" am Karlstor. Wie oft bin ich dran vorbei gegangen (Studienzeit in München und fast 20 Jahre in München gearbeitet) aber die Skulpturen auf den Dachspitzen, sind mir nicht aufgefallen. Als wir zum Treff am Brunnen standen, mit Blick in die Höhe gerichtet, das sah ich sie, die hübschen, maritimen Objekte auf den Dachspitzen des Handelshauses. Kaum zu glauben, wie unaufmerksam wir oftmals durch die Straßen hetzen. Da stelle ich leider keine Ausnahme dar, einzige Ausrede, die Eile, der Stress, keine Zeit, die Bahn wartet und Frau will ja schließlich nach Hause kommen. Gestern hatten wir nun mal Muse, diese historischen Schönheiten Münchens ganz besonders wahrzunehmen.



Eine Besonderheit, das Karlstor war Teil der mittelalterlichen Münchner Stadtmauer, die einst vier Tore hatte. Drei  davon sind noch erhalten: das Sendlinger Tor, das Isartor und das Karlstor. Das Karlstor führte nach Westen aus der Stadt heraus. Außen vor dem Karlstor befindet sich der Karlsplatz auch Stachus genannt. Die damalige Stadtmauer verlief entlang des heutigen Altstadtrings, der Grenze zur Münchner Altstadt.



Der Buberlbrunnen oder das Brunnenbuberl, kleine Anekdote dazu:

Der Buberlbrunnen wird oft liebevoll "s Brunnenbuberl" genannt. Diese Brunnengruppe stand früher am Karlsplatz und ist heute an der Neuhauser Straße, Ecke Herzog-Max-Straße zu finden. Als Matthias Gasteiger 1895 das Brunnenbuberl schuf, soll ihn Prinzregent Luitpold höchstpersönlich um ein Feigenblatt für den Knaben gebeten haben. Einige ältere Münchner Frauen wollten gar für das  Brunnenbuberl ein Höschen stricken. Denn sie waren der Ansicht, aus dem Knaben würde ja schließlich ein Mann und es ginge gar nicht, dass er so nackend da steht. Aus alledem wurde nichts, damals war in München der "Künstler König"!







Einer, der vier bronzenen Löwen der Residenz. Meine Beobachtung war, dass viele, die meisten Passanten, die dran vorbei gingen, den Löwen über die Schnauze strichen. So wurde erklärt, dass dies Glück bringen würde. Da habe ich dem König der Tiere sehr sanft übers Maul gestrichen und mir so einiges gewünscht.


Die prunkvolle Theatinerkirche am Odeonsplatz, erste im Stil des italienischen Spätbarock erbaute Kirche nördlich der Alpen.






Interessantes, modernes Stahlmonument in Form einer Kugel im Innenhof eines Einkaufpalastes.


Lächle über Deinen Schmerz, damit war die Münchner Staatsoper behangen. Wem es gelingt, der ist gut dran und steht sicherlich über vielem.


Bayerisches Nationaltheater am Münchner Max Joseph Platz





Angekommen in Haidhausen, früher mal das Viertel für die armen Leute. Heute umstrukturiert, es wird von den wohlhabenden Bürger bewohnt. Ein Blick auf die Evang. St. Johannes Kirche mit ihren vielen spitzen Türmchen.


Das Städtische Brause- und Wannenbad, eine Einrichtung für die Haidhausener Bürger, denen damals kein Bad zur Verfügung gestanden hat. Wie es so war, ging es einmal die Woche, zumeist am Freitag oder Samstag zum Wannenbad, in die Städtische Bäderanstalt.  Die Mutter nahm die Töchter mit, sie stieg als Erste in die Wanne nach ihr die Töchter. Nach dem Vater kamen die Söhne in die Wanne oder unter die Brause. Heute wurde das schöne Jugendstilhaus, die ehemalige Bäderanstalt, zum Kindergarten umgebaut.





Hier nun eines, der einfachen, ersten Reihenhäuschen von Haidhausen. Es gab ein Untergeschoss und einen Dachausbau, hier fanden kinderreiche, einfache Leute ein zu Hause. Diese Wohnungen waren nicht unterkellert (daher recht kalt), kein Wasseranschluss (das Wasser wurde vom Brunnen draußen geholt) an Strom war nicht zu denken.  Trotzdem war man froh ein Dach über dem Kopf zu haben.




Einer, der schönsten und ältesten Biergärten, der Hofbräukeller am Wiener Platz in München/Haidhausen.
1892 - 1894 wurde das staatliche Gebäude des Hofbräukellers am herrlichen Park des Isarufers geschaffen. Hier konnten die Bürger, die Bierkrüge füllen und ihre mitgebrachte Brotzeit, im Schatten der Kastanien, in Ruhe genießen.



Der Herbst ist auch hier eingezogen, der Boden dicht mit Laub bedeckt und für uns, hat der Rundgang durch "Alt München" geendet. Keine Ahnung wie viel Kilometer wir zu Fuß absolviert haben, aber ich war sooooooooooooo müde und erledigt, dass ich zu Hause wieder angekommen, nur noch ins Bett gefallen bin. Interessant war´s "oide Mincha" jedoch recht anstrengend. Keine Kaffeepause war drin, das geht für mich eigentlich gaaaaaaaaaaaaaaar nicht!
Heute war nun ein wunderschöner, sonniger Herbstag, den ich mit Gartenarbeit verbracht habe.
Lasst es euch gut gehen und habt ein nicht zu gruseliges Halloween-Wochenende ulrike-kristin