Sonntag, 25. April 2010

kleine, feine, alte Schätze

Kleine Schätze sind es, die alten Knöpfchen in ebenso alten Döschen. Bei mir ist dies zu mindest so. Zurück zu den Tagen meiner Kindheit, ich sehe mich noch im Nähzimmer meiner Oma, da gab es eine alte Naumann Tretnähmaschine, mit ihr wurde die komplette Garderobe für die beiden Töchter und natürlich für sie selber genäht. Ohne, dass meine Omi dies jemals professionell erlernt hat. Auch meine Kinderkleidchen wurden auf dieser Nähmaschine von ihr genäht, alles weitere wurde gehäkelt und gestrickt. Eine Kinderkonfektion gab es in den 60ern nicht, das kam dann erst so nach und nach. Nichts desto trotz hatte ich zauberhafte Kleidchen und Jäckchen, wahrscheinlich gerade deshalb, weil es Marke Eigenbau war. So kam es nicht von ungefähr, dass ich schon als kleiner Wicht für meine Puppenkinder Kleidung nähte, strickte, häkelte und dies längst, bevor ich eingeschult wurde. Malen gehörte ebenso zu einer meiner Lieblingsbeschäftigungen und siehe da, was ich von Kindesbeinen an soooooo gerne tat, wurde letztendlich mein Beruf. Und wie es aussieht wirds wohl so bleiben... dafür bin ich von Herzen dankbar. So sammle ich weiterhin alte Knöpfchen, nostalgische Stoffe, Modezeichnungen und Journale aus vergangenen Tagen, letztendlich gefallen mir antike Schätze, die eine Geschichte erzählen.
Kleine Anekdote, als unser Sohn für eine Team-Klassenarbeit mehrere Mitschüler mit nach Hause brachte, war ein Junge dabei, den ich noch nicht kannte, der zum ersten Mal mit dabei war. Er stand in der Diele und meinte recht erstaunt, oh bei euch siehts ja wie im Museum aus! Das hat mir dann doch etwas zu denken gegeben... Dazu möchte ich noch vermerken, dass wir uns der modernen Technik im Haushalt nicht verschlossen haben und auch mit dem Internet kommen wir klar. So viel zu den zusammen getragenen Vintage Raritäten...
Habt einen sonnigen Frühlings-Sonntag ulrike-kristin

Kommentare:

  1. Diese Knöpfe........wundervoll!!!!!
    Für mich gab es als Kind (und gibt es auch heute noch)kaum etwas Entspannenderes, als Knopfdosen zu erkunden, Knöpfe zu bestaunen, zu sortieren und mir zu überlegen, wo ich sie annähne kann...;-))

    Herzlicher Gruß

    Birgit

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  2. Auch ich bin ein Knöpfe-Fan, aber so wundervolle Knöpfe wie bei Dir habe ich noch nie gesehen. Wo findet man denn solche kleinen Kunstwerke? Denn Kunstwerke - das sind sie wirklich. Einfach ganz zauberhaft.
    Nimm es als Kompliment, daß der kleine Junge meinte, bei euch sähe es aus wie im Museum. Das zeigt doch, daß es bei Dir nichts von der Stange gibt sondern alles ganz individuell ist und gerade das ist ja das Schöne. Ich mag es, wenn man seinen ganz eigenen Stil hat und Möbel aus dem Möbelhaus fand ich auch noch nie interessant. Auch mein Mann kommt sich langsam wie im Museum vor, aber es ist einfach schööön, weil es in jedem Zimmer alte Schätzchen zu entdecken gibt.

    Liebe Grüße,
    Tanja

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  3. Hab mich des öfteren erwischt wenn ich in Stoffgeschäften bin und noch warten muss das ich dann sofort in Richtung Knopfregale verschwunden bin.Und kann Knöpfe kaufen ohne sie zu gebrauchen.
    das sind so irre schöne Knöpfe die Du da zeigst.
    Wunderbar schön und wären auch zu schade zum annähen,oder?!
    wahrscheinlich würd ich das Kleidungsstück nicht mehr ablegen:-))
    GLG
    Moni,die Waldfee

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  4. Auja, deine Knöpfe sind echte Prachtstücke!
    Ich habauch eine kleine Sammlung, die Knöpfe stammen größtenteils von meiner Oma, iher Schwester, und einige hat mir meine Mutter geschenkt. Und das, obwohl ich leider so ganz und gar keine "Näherin" bin (mir fehlt dafür einfach von Klein auf das Händchen, ich hab früher zwar gern gehäkelt und gestrickt und "Mode entworfen", aber mein Selbstgenähtes sah immer aus (Zitat meiner Handarbeitslehrerin:) "wie der Kuh aus dem Hintern gezogen" *ggg*
    Alles Liebe, Traude
    PS: Bin schon neugierig auf deine Etagere!

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