Montag, 21. Dezember 2009

SchlossGeschichten zum vierten Advent...

Fast ein bisschen Wehmut hatte sich bei uns allen eingestellt, als mit dem vierten Adventsonntag der Weihnachtsmarkt auf Schloss Neuburg an der Kammel zu Ende ging. Der Nikolaus mit seiner Engelschar nochmals durch alle Zimmer, mit hellem Glöckchenklang und guten Wünschen stapfte, der Pianist zum letzten Mal in die Tasten griff, der Harfe ihre Saiten leis verklangen und die letzen Besucher, bei eisigen Temperaturen, durch den weihnachtlich geschmückten Schlossgarten zufrieden nach Hause gingen. Erst dann, wurde uns Ausstellern bewusst, dass nun eine schöne Veranstaltung zu Ende ist. Viele Kreative hatten an diesem letzten Adventsonntag ihre Kinder mitgebracht und mussten möglichst schnell zusammenpacken, um bald nach Hause zu kommen. Noch sind keine Ferien bei uns im Schwabenländle. Nach all dem weihnachtlichen Trubel sind viele Kinder, sicher schon auf der Nachhausefahrt eingeschlafen. In der Nacht von Samstag auf Sonntag hatten wir mit eisigen Temperaturen von minus 20 Grad zu kämpfen. Bei jedem Schritt konnte wir den Schnee deutlich knirschen hören. Das Spritzwasser für die Autoscheiben war eingefroren, da ging schlichtweg überhaupt nichts mehr. Dies war schon ein Erlebnis der besonderen Art! Wir sind gut nach Hause gekommen, dankbar bin ich.

Ein grandioses Schauspiel, der Eiseskälte, bot uns der Springbrunnen im Schlossgarten. Wie Kronjuwelen funkelten die bizarren Eiskristalle im Licht der Nacht.

Am Sonntagabend war es nicht mehr so klirrend kalt und eisig, dafür hat uns dann reichlicher Schneefall die Nachhausefahrt versüsst. Auch der Springbrunnen war in eine dicke Schneedecke gehüllt und plätscherte leise vor sich hin. Mit guten Wünschen, innigen Umarmungen und mit der Freude, sich im nächsten Jahr wieder zu begegnen, haben wir uns auf den Weg gemacht. In der Dunkelheit haben wir uns durch den wilden Tanz der Schneeflocken gekämpft. Trotz dichtem Schneetreiben und glatter Straßen sind wir, zu später Stunde, gut zu Hause angekommen. Da wir erst heute unseren Stand abgebaut haben, konnte ich mich nochmals mit den graziösen Rehen treffen und mit ihnen sprechen. Ich glaube sie haben mir zugehört...

Menschen, Tiere und Natur im Jahreslauf so wunderbar mit einander verbunden, wie könnte es doch so schön sein...

Da die Kerzen auf dem Adventskranz fast schon abgebrannt und erloschen sind, ist es an der Zeit uns einen Weihnachtsbaum ins Zimmer zu holen. Ich liebe den Duft der Tannennadeln, das warme Licht der Kerzen und den strahlenden Glanz der Christbaumkugeln.

Heute ist Winteranfang und der Blick durchs Fenster zeigt mir eine prächtig verschneite Winternacht. Schnee zu Weihnachten, das wünschen wir uns...

Eine erholsame Nacht mit süssen Träumen wünsche ich euch, ulrike-kristin

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