Montag, 23. November 2009

*November* Zeit des Abschieds, der Stille, des Rückzugs...

Die Stunden der Dunkelheit überwiegen, Nebelschwaden ziehen übers Land, die Sonnenstrahlen blinzeln nur schwach hindurch. Herbststürme wehen die letzten Blätter vom den Bäumen, das Jahr neigt sich dem Ende zu. Nieselregen und Schnupfennase sind oftmals unsere Begleiter. Ungemütlich und düster empfinden wir diese Jahreszeit.

Im Nebel

Seltsam, im Nebel zu wandern!

Einsam ist jeder Busch und Stein,

Kein Baum sieht den anderen,

Jeder ist allein.

Voll von Freunden war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.
Wahrlich , keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allen ihn trennt.
Seltsam, im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den anderen,
Jeder ist allein
Hermann Hesse
Die Zeit ist gekommen, in der die Natur das Ende des Kreislaufs erreicht, wir gedenken unseren Verstorbenen und bekommen eine Ahnung von unserer eigenen Endlichkeit. Jedes Lebewesen wird von der Mutter Erde hervorgebracht und kehrt am Ende des Lebens wieder in ihren Schoß zurück. Wenn auch Tod und Vergänglichkeit im November allgegenwärtig sind, wir dürfen vertrauen auf die Wiederkehr des Lichts, das junge blühende, zarte Grün des Frühjahrs, die Lebendigkeit und Kraft des Sommers, die Früchte und reiche Ernte des Herbstes bevor sich der Jahreskreis, nach dem Rückzug der Natur, erneut schließt. Das Rad des Lebens dreht sich weiter und weiter... Genießt diese besondere Zeit der inneren Einkehr, erfahrt neue Kraft nach der Zeit des Ruhens. Das Welken und Altern sind Zeichen neuen Lebens, dass die Natur, wie ein Wunder nach dem ErdenSchlaf, wieder hervorbringt. Mag diese Zeit noch so glanzlos und triste sein, schon bald wird der Dezember uns mit seinem Funkeln und Strahlen, vielleicht gar mit einer glitzernden weißen Pracht erfreuen.
Eine gute Woche wünsche ich euch, ulrike-kristin

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